Wie fährst Du beim Wingfoilen los?

Daniel Graffe erklärt

Wie fährst Du beim Wingfoilen los?

Für diejenigen, die mehr über Wingfoilen erfahren möchten...

"Vom Knie, auf die Hochzeitsantrags-Stellung bis zur Grundposition..."

Wenn Du im Wasser bist, dann willst Du erstmal aufs Brett klettern. Also schau das Du auf dem Brett zum Knien kommst und zieh den Wing an der Leash zu Dir hin.

Liegt der Wing bereits richtig rum, also die Griffe sind unten, dann könnt ihr ihn direkt nehmen, sonst musst Du ihn noch umdrehen.

Dann greifst Du die vordere und die hintere Schlaufe und fängst erstmal an im Knien ein Stück weit zu fahren. Dann kannst Du den vorderen Fuß aufstellen d.h. Du bist jetzt in einer Art “Hochzeitsantrags-Stellung”.

Wenn Du Dich dort sicher fühlst, immer noch ein bisschen Geschwindigkeit hast und in die richtige Richtung fährst, dann kannst Du den anderen Fuß hochnehmen und die richtige Fahrt geht los. Hier gibt es ein paar Kleinigkeiten zu beachten, deswegen übe das am besten erstmal am Ufer. 

"Wingfoilen ist Übungssache."

Du musst den Wing immer ein bisschen nach oben halten. Wenn man am Anfang nicht geübt ist, macht man das mit Kraft und das wird irgendwann anstrengend. Alles was oberhalb der Schulter ist, fühlt sich nicht gut an und ist sehr schwierig zu halten. Das kennst Du vielleicht, wenn Du die Decke von Deiner Wohnung schon mal streichen musstest oder eine Wasserkiste längere Strecken getragen hast.

Das ist unangenehm, muss es aber nicht sein, denn der Wing wird vom Wind gehalten d.h. wenn Du ihn hinten mit der Hand ein bisschen runterziehst, dann wirst Du merken, dass der Wing oben gar nicht mehr mit seinem Gewicht auf Deine Schulter drückt, sondern sogar ein bisschen zieht und jetzt hast Du den Wing in der Hand, er zieht Dich und das geht solange Du den Wing nicht umkippen lässt. Deine vordere Hand muss immer dafür sorgen, dass der Wing eher so wie ein Sonnenschirm schräg über Dir steht und nicht vor Dich kommt und dann runterfällt.

Das ist ein bisschen Übungssache, solltest Du aber in 15 Minuten raushaben. Einfach am Ufer probieren. Wenn Du am Sandstrand oder auf einer Wiese seid – perfekt - guck das Du ein bisschen Platz hast.

"Wo stehst Du auf dem Brett?"

Stell Dir auf dem Brett eine Mittellinie vor d.h. die Mittellinie zwischen Heck und Bug. Das ist normalerweise die Linie, wo auch die hintere Fußschlaufe positioniert ist und auf der solltest Du grob mit Deinen Füßen stehen.

Das ist ein bisschen anders wie beim Windsurfen, wobei man auf der Kante von dem Brett steht oder beim Kiten, wo man auch sehr viel auf die Ferse geht und das Brett so richtig gegen den Wind drückt, sondern es ist mehr wie beim Wellenreiten, wo man wirklich auf dem flachen Board draufsteht und das Board wirklich surft. Das Macht Wingfoilen übrigens auch so cool, dass man wirklich mit dem Brett surft und nicht gegen den Wind.

Und dann kannst Du wie beschrieben die Grundposition einnehmen, ein bisschen Fahrt aufnehmen lassen und dann wirst Du merken, dass sich das zu Beginn komisch anfühlt, aber Du Dich relativ schnell das Gefühl dafür bekommst, wie das Ganze funktioniert.

Mit dem Wing kannst Du noch ein bisschen steuern. Hältst Du ihn dicht wie beim Windsurfen, dann kriegt er mehr Druck. Öffnest Du ihn, dann kriegt er ein bisschen weniger Druck. Nimmst Du ihn nach vorn, dann fährst Du ein bisschen mehr mit dem Wind mit. Nimmst Du ihn nach hinten, dann fährst Du ein bisschen gegen den Wind.

Du kannst damit herumspielen und bist immer noch in Verdrängerfahrt, d.h. das Brett ist immer noch auf dem Wasser und Du wirst jetzt erstmal ein Gefühl dafür bekommen wie funktioniert es mit dem Brett und mit dem Wing und wie komme ich überhaupt erst mal so ganz langsam von A nach B.

Solltest Du irgendwo rauskommen, wo Du gar nicht hinwolltest, was am Anfang öfter der Fall ist - kein Problem - Wing einfach los lassen, sich mit dem Bauch auf´s Brett legen und einfach wieder gegen den Wind zurückpaddeln.

Viel Spaß. Lasst es uns wissen, was funktioniert, was nicht funktioniert? Dann helfen wir euch weiter.

"Der erste Podcast zum Thema Wingfoilen
weltweit."

Wenn ihr Bock habt, mehr über das Thema zu erfahren, zieht euch gerne mal den Podcast von Daniel Graffe an. Da gibt es unheimlich viele Interviews mit Profi-Surfern und Wingfoilern, aber auch mit Leuten, die es gerade erst gelernt haben und die von ihren Erfahrungen berichten. Da gibt es Tipps und Tricks. Können wir Euch nur ans Herz legen!

Schreibt ihm auch gerne Nachrichten – er freut sich, wenn die Wingfoil Community wächst.