# Bogensport Know How

Einen optimalen Einstieg in den Bogensport gibt es nicht. Jeder Mensch ist anders und hat eigene Bedürfnisse und genau deshalb ist Bogenschießen genau der richtige Sport für all jene, die ihre Freizeit vielfältig gestalten möchten.

Bogenschießen ist mehr als nur mit Pfeil und Bogen auf Zielscheiben zu schießen. Früher war es die gängigste Form der Jagd, heute sorgt es im Alltag für Entspannung und aktive Freizeitgestaltung. Gerade zu Beginn kann diese Sportart aufgrund ihrer Fülle an Möglichkeiten sehr komplex wirken.Je effektiver du dich mit dem Bogenschießen auseinandersetzt und je mehr Zeit du investierst, desto eher wirst du Erfolge erzielen.

Was macht traditionelles Bogenschießen aus?

Grundsätzlich kann man das Bogenschießen in zwei große Bereiche unterteilen.

Das „sportliche Schießen“ wird in der Regel mit Sportbögen ausgeübt, das heißt mit sogenannten Compoundbögen, Hightech-Recurvebögen, Visieren und Stabilisatoren und findet weit überwiegend nur auf Schießscheiben statt.

Beim „gefühlvollen Schießen“ dagegen wird weitestgehend auf technische Hilfsmittel verzichtet und es werden einfache Bögen, wie zum Beispiel Langbögen, Jagdrecurvebögen oder einfache moderne Recurvebögen verwendet.

Es wird als Ausgleich zum Arbeitsalltag betrieben, um innere Ruhe zu genießen, aus Verbundenheit zwischen sich selbst und der Natur heraus. 

Anna am See
SUP am See

Diese Art des Schießens wird die meiste Zeit in der Natur, auf 3D-Parcours oder entsprechenden 3D-Turnieren praktiziert.

Da beim Traditionellen Bogenschießen auf Visiere als Zielhilfe verzichtet wird, erfolgt das „Zielen“ hier über besondere Techniken, die sich fundamental vom Sportbogenschießen unterscheidet.

Diese gefühlvollere Art des Schießens mit einfachsten Bögen und ohne die Fixiertheit auf die Verbesserung der sportlichen Leistung meint der Begriff „Traditionelles Bogenschießen“.

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Eigne dir die Basics an

Das Grundwissen zum Traditionellen Bogenschießen kannst du dir am besten durch einen Anfängerkurs, also einen „Bogen-Grundkurs“ im Traditionellen Bogenschießen bei einem erfahrenen Trainer aneignen oder durch Einsteiger-Lehrbücher.

Bei Büchern gibt es Exemplare, die zum einen, das für Einsteiger nötige Wissen bereitstellen und gleichzeitig nicht zu sehr in die Tiefe gehen.

Tobi am Chiemsee

Lerne die richtige Zieltechnik

Sobald du die Schießtechnik einigermaßen verinnerlicht hast, kannst du dich an das Erlernen der Zieltechnik heranwagen.

Die unter Traditionellen Bogenschützen wohl am meisten verbreitete Zieltechnik ist das „instinktive Zielen“ (daher auch der Begriff.

Bogenschießen für Anfänger

Wo kann man Bogenschießen?

Zum Bogenschießen eignet sich grundsätzlich auch ein eigener Garten oder die Garage und der Dachboden.

Dennoch ist es schöner, Bogenschießen gemeinsam mit anderen zu praktizieren und es in Umgebung erfahrenerer Bogenschützen zu erlernen.

Es gibt in Deutschland relativ viele Vereine und Gruppen, die ausschließlich oder auch Bogenschießen praktizieren. Ein gutes deutschlandweites Verzeichnis auf der Webseite des Magazins Traditionell Bogenschießen (TB).

Wichtig hierbei ist, dass der Schießplatz möglichst frei und zu jeder Zeit zugänglich ist, damit du regelmäßig trainieren kannst. Gerade am Anfang (erste 2-3 Wochen) ist es wichtig, oft zu trainieren, damit sich die Abläufe (Schießtechnik) einprägen. 

Besorge dir eine Bogenausrüstung (Kauf/Miete/Leihe)

Damit du mit den Bogenschießen richtig beginnen kannst, solltest du dir eine geeignete Bogenausrüstung besorgen.

Für den Anfang bietet es sich an, eine Ausrüstung zu mieten oder eine im Verein vorhandene Bogenausrüstung oder die eines Freundes zu nutzen.

Wichtig ist, dass der Bogen nicht zu stark ist und du regelmäßig darauf Zugriff hast und damit trainieren kannst. Du solltest dabei aber auch darauf achten, dass du möglichst auch den Bogentyp mietest, den du später schießen möchtest.

Insbesondere wenn du Langbogen schießen möchtest, bietet es sich an, wenn du auch einen Langbogen direkt von Beginn an schießt.

Übung macht den Meister

Wie bereits mehrfach erwähnt geht beim Bogenschießen nichts über regelmäßige Übung.

Anfangs in Sachen Schießtechnik, danach auch was Zieltechnik anbelangt. Trainiere auf unterschiedliche Distanzen in unterschiedlichem Gelände. Füttere deinen Geist mit Informationen, Erinnerungen zu durchlebten Schüssen.

So wirst du Tag für Tag, Stunde für Stunde ein besserer instinktiver Bogenschütze.

Wie finde ich den richtigen Bogen?

Wenn du neu mit dem traditionellen Bogenschießen anfängst und eventuell schon erste Erfahrungen mit Mietbögen, Vereinsbögen oder Bögen von Freunden und Bekannten machen konntest, kommt irgendwann die Frage auf, ob es nicht mal Zeit für den Kauf eines eigenen Bogens wäre.

Aber wie findest du nun den richtigen, zu dir und deinen Vorlieben passenden Bogen? Auf was genau kommt es an und welche Punkte sind zu berücksichtigen?

Wenn du die sieben nachfolgenden Fragen bei der Wahl deines Bogens für das traditionelle Bogenschießen berücksichtigst, wirst du dich in der Fülle der unterschiedlichen Angebote und Bogenmodelle besser zurechtfinden und den für dich richtigen Bogen finden.

Welcher Bogentyp soll es werden?

Für das traditionelle Bogenschießen eignen sich diverse unterschiedliche Bogentypen.

Welchen Bogentyp du schießt, ist letztlich deinem persönlichen Geschmack und deinen Vorlieben und dem Schießgefühl überlassen.

Im Bereich des traditionellen Bogenschießens werden jedoch hauptsächlich folgende Bogentypen verwendet:

Primitivbögen, Langbögen, Hybridbögen, Jagdrecurvebögen und Reiterbögen.

Bogenschießen für AnfängerYoga am Chiemsee

Was genau möchtest du mit deinem Bogen machen?

Zuerst solltest du dir die Frage stellen was du eigentlich mit deinem neuen Bogen tun möchtest.

Es macht einen Unterschied, ob du nur zum Spaß und auf 3D-Parcours bzw. in deinem Garten schießt oder ob du dich auch an 3D-Turnieren oder Meisterschaften beteiligen möchtest.

Denn wenn dem so ist, dann können auch kleinere Details bei der Wahl der Bogenlänge oder der Bogenform ein Starten in der ein oder anderen Bogenklasse zum Beispiel ausschließen.

Dazu aber weiter unten mehr!

Soll es ein einteiliger oder ein mehrteiliger, sog. Take-Down-Bogen werden?

Wenn du planst mit deinem Bogen zu verreisen oder ihn gerne platzsparend verstauen möchtest, wäre es zu empfehlen sich für einen mehrteiligen Bogen zu entscheiden.Bei mehrteiligen Bögen hast du zudem den Vorteil, dass du die Wurfarme tauschen kannst. Wenn du zum Beispiel nach einigen Monaten merkst, dass du schon einiges mehr an Kraft aufgebaut hast, musst du keinen kompletten neuen Bogen kaufen, sondern kannst auch nur die Wurfarme gegen stärkere austauschen.

Benötigst du einen Linkshand- oder Rechtshandbogen?

Bei der Frage nach Links- oder Rechtshandbogen geht es darum, mit welcher Hand du die Bogensehne ziehst. Falls du mit der rechten Hand die Sehne ziehst, handelt es sich um einen Rechtshandbogen. Ziehst du sie dagegen mit der linken Hand, dann handelt es sich um einen Linkshandbogen. Trotzdem ist es interessant herausfinden welches Auge dein sog. dominantes Auge ist. Denn je nachdem ob dein linkes oder rechtes Auge dominant ist, hast du beim Erlernen der von dir favorisierten Zieltechnik unter Umständen Vor- oder Nachteile. Herausfinden kannst du das eigentlich recht einfach indem du zum Beispiel beide Arme ausgestreckt hoch nimmst und mit den Händen ein kleines Dreieck formst. Nun suchst du dir einen Punkt etwas weiter entfernt, z.B. ein kleines Bild an der Wand, Lichtschalter etc. und schaust dieses Ziel mit beiden geöffneten Augen durch das gebildetete Dreieck an. Jetzt schließt du erst das linke, dann das rechte Auge. Das Auge, bei dem das Ziel nicht aus dem Dreieck verschwindet, ist dein dominantes Auge. Ganz allgemein wird im Bogensport empfohlen einen Bogen entsprechend der Augendominanz zu schießen. Beim Instinktiven Bogenschießen dagegen ist die Augendominanz unerheblich, da mit beiden geöffneten Augen geschossen wird und die Bilder beider Augen zum „Zielen“ verwendet werden. Dennoch schadet es sicher nicht, wenn man einen Bogen entsprechend der eigenen Augendominanz schießt, da das dominante Auge dann näher an der Pfeilfluglinie liegt und du gerade zu Beginn des Erlernens der instinktiven Zieltechnik leichter zurecht kommst.

Welches Zuggewicht ist das richtige?

Das richtige Zuggewicht findest du in der Regel nur durch ausprobieren heraus. Je nachdem wie viel Kraft du schon mitbringst und ob du schon eine Weile geschossen hast oder nicht, liegt das Einstiegszuggewicht bei Frauen bei etwa 15-25 lb. und bei Herren zwischen 20 und 30 lb. „auf den Fingern“. Mit „auf den Fingern“ ist das tatsächlich bei deinem persönlichen Auszug anliegende Zuggewichts des Bogens gemeint. Bei der Wahl des Zuggewichts solltest du beachten, dass ein leichteres Zuggewicht das Erlernen von Ziel- und Schießtechnik eher geeignet ist! Auf der anderen Seite aber, wird deine Kraft gerade am Anfang auch recht schnell zunehmen. Hier gilt es genau abzuwägen!Unser Tipp daher: Du solltest auf keinen Fall als Anfänger mit einem zu hohen Zuggewicht starten oder das Zuggewicht zu schnell erhöhen. Falls du noch relativ neu im Bogensport bist (unter 1/2 Jahr) ist eventuell ein Leihbogen mit zunächst geringem Zuggewicht und der Option das Zuggewicht durch Bogen- oder Wurfarmtausch zu erhöhen, eine gute Option.

Tobi am Strand

Wie lang ist dein Auszug?

Die Länge deines Auszugs wird bei der Wahl der richtigen Bogenlänge berücksichtigt.

Bogenlänge und Auszugslänge sollten möglichst in einem optimalen Verhältnis zueinander stehen. Daher solltest du deine Auszugslänge kennen.

Unter Auszugslänge versteht man den Abstand zwischen der Vorderkante des Bogens und dem Nockpunkt im Vollauszug. Sie wird in Zoll angegeben.

Ermitteln kannst du sie ganz einfach indem du einen Bogen mit für dich angenehmen Zuggewicht nimmst, einen Pfeil auflegst, ausziehst und eine zweite Person bittest, den Pfeil an der Vorderkante des Bogens zu markieren.

Der Abstand zwischen hinterem Ende des Pfeils und der angebrachten Markierung ist deine Auszugslänge.

Bei Herren liegt die Auszugslänge in der Regel zwischen 27 und 29 Zoll. Dabei kommt es aber auf die Länge der Arme an.

Wenn Du in einem Fitnessstudio trainierst, dann bekommst Du dort einen festen Trainingsplan, der genau auf Dich und Deine Bedürfnisse angepasst und ständig überarbeitet wird.

Du brauchst Dir also keine Gedanken darüber zu machen, wie oft Du eine Übung zu wiederholen hast und wie oft Du in der Woche trainieren musst.

Wenn Du allerdings in Deinen eigenen vier Wänden trainierst, sieht das alles schon ganz anders aus.

Du benötigst eine gewisse Vorahnung von dem, was Du eigentlich trainieren willst.

Wenn Du nur den Wunsch hast, etwas Gewicht zu verlieren, ergibt sich daraus nicht automatisch ein Trainingsplan.

Du musst Dich also etwas in die Materie einfinden.

Wenn Du zuhause trainieren willst, dann hast Du meist keinen allzu hohen Anspruch und möchtest nicht unbedingt eine Muskelgruppe gezielt trainieren.

Meist geht es nur darum, gesund und fit zu bleiben und somit den ganzen Körper ins Training mit einzubeziehen.

Die oben genannten fünf Übungen bieten Dir die beste Grundlage, um Muskeln aufzubauen und zu erhalten.

Wichtig ist jetzt aber noch, dass Du regelmäßig trainierst.

Regelmäßig bedeutet, dass Du mindestens zwei bis dreimal in der Woche Dein Training durchführen musst.

Das hat etwas mit der sogenannten Superkompensation zu tun, die ein Sportler erreichen muss, um Ergebnisse zu erzielen und stetig leistungsfähiger zu werden.

Die Superkompensation erzielst Du ca. 48 Stunden nach Deinem Training.

Beginnst Du mit Deinem Sportprogramm gleich wieder am nächsten Tag, gibst Du Deinem Körper nicht die Möglichkeit, sich regenerieren zu können und neue Energie aufzubringen.

Beginnst Du jedoch deutlich später nach 48 Stunden zu trainieren, bleibst Du auf Deinem Niveau oder sinkst sogar unter dieses.

Es ist also wichtig, dass Du regelmäßig neue Trainingsreize setzt.

So wirst Du auch schnell merken, dass Dein Körper nach intensiveren Trainingseinheiten verlangt und Deine Muskulatur beginnt, sich aufzubauen und Dein Fett schmilzt.

In welcher Reihenfolge Du die Übungen machst, bleibt ganz Dir überlassen. Vorteilhaft ist, dass Du nicht nach einer Übung direkt in die nächst wechselst.

Mache von jeder Übung ca. 15 Wiederholungen und wiederhole das Ganze dreimal hintereinander.

So wirst Du bereits nach der zweiten Wiederholung merken, wie stark Deine Muskulatur beansprucht ist.

Sobald Du merkst, dass Dir Dein Fitnessprogramm zu einfach ist, dann steigere einfach Deine Wiederholungszahl oder nimm Dir Geräte zur Hilfe, wie z. B. das BOLST'air.

SUP Yoga

Passende Kleidung

Hier sind kaum Grenzen gesetzt. Oberste Priorität sollte sein, dass du dich darin wohlfühlst und dich gut bewegen kannst.

Ein weiteres Kriterium ist anliegende, sprich nicht zu weite Kleidung.

Speziell bei den Ärmeln solltest du darauf achten, da sonst Verletzungsgefahr durch Hängenbleiben besteht.

Idealerweise richtest du deine Kleidungswahl nach der Jahreszeit und dem Wetter. Bei unklaren Wetterverhältnissen ist eine Regenjacke nie verkehrt.

 Festes Schuhwerk ist von Vorteil, das sorgt für einen guten Stand und den nötigen Komfort.

Beim Bogenschießen kann es schon mal sein, dass du ins Schwitzen gerätst, weshalb Funktionskleidung mit Sicherheit die beste Wahl ist. Sie verhindert übermäßiges Schwitzen und leitet die Feuchtigkeit gut ab.

Im Sommer unbedingt an schützende Kopfbedeckung und ausreichend Sonnenschutz denken!

Welche Bogenlänge bei welchen Modellen passt zu deinem Auszug und deiner geplanten Verwendung?

Grundsätzlich gilt: Je länger dein Auszug, desto länger innerhalb der Gruppe des von dir favorisierten Bogentyps sollte dein Bogen im Optimalfall sein.

Des Weiteren gilt auch: Je länger ein Bogen ist, desto ruhiger steht er im Schuss und desto präziser wirst du mit dem Bogen treffen. Auf der anderen Seite sind kürzere Bögen gerade im Gelände handlicher und auch oft schneller.

Bei durchschnittlichen Erwachsenen wird die Bogenlänge in der Regel bei Langbögen (Flachbögen) zwischen 64 und 68 Zoll und bei Jagdrecurvebögen zwischen 58 und 62 Zoll liegen.

Unterschied zwischen langen und kurzen Bögen

Zunächst stellen wir die grundsätzlichen Unterschiede von langen und kurzen Bögen gegenüber, damit du weißt in welchem Spannungsfeld du doch bei der Frage nach der richtigen Bogenlänge bewegst.

Auszugsverhalten & Komfort beim Auszug

Ganz generell kann man unabhängig von der konkreten Auszugslänge des jeweiligen Schützen sagen, dass sich ein längerer Bogen deutlich weicher und komfortabler ziehen lässt, als ein kurzer Bogen.

Das liegt einfach daran, dass die langen Wurfarme des längeren Bogens nicht so sehr gebogen werden und einem das Ziehen leichter vorkommt.

Auch lässt sich ein längerer Bogen viel weiter „weich“ ausziehen als ein kurzer Bogen. Kurze Bögen kommen früher ins sogenannte Stacking und verlassen damit den Komfortbereich in Bezug auf das Auszugsverhalten früher.

Wirkungsgrad des Bogens und Pfeilgeschwindigkeit

Im Gegenzug dazu ist die Energie, die ein Bogen abgeben kann bei kurzen Bögen meist etwas größer, da sie wesentlich mehr Vorspannung haben und die Wurfarme stärker gebogen werden, als bei einem langen Bogen.

Insofern sind kürzere Bögen bei gleicher Auszugslänge und Zuggewicht auf den Fingern meist schneller.

Schusspräzision und Kontrollierbarkeit des Bogens

Ein längerer Bogen ist in der Regel besser kontrollierbar, wodurch die Trefferpräzision höher ist, als bei einem kurzen Bogen. Dafür gib es zwei Gründe. Nr. 1 ist der bei längeren Bögen größere Sehnenwinkel an der Zughand.

Dadurch wirken sich kleine Fehler beim Ablass wesentlich weniger aus. Grund Nr. 2 ist die größere Trägheit durch das Mehr an Länge und Gewicht des langen Bogens. Dadurch reagiert ein langer Bogen weniger empfindlich auf „Wackler“.

Warum die Wahl der Bogenlänge abhängig von Auszugslänge und Bogengeometrie ist

Die oben genannten Grundsätze gelten ganz allgemein für alle Bögen und Bogenarten im Traditionellen Bogenschießen. Jedoch kann man bei der Wahl der richtigen Bogenlänge nicht nur auf diese Grundsätze abstellen und pauschale Aussagen treffen, sondern muss auch exakt den jeweils in Erwägung gezogenen Bogen betrachten.

Ob ein Bogen eines bestimmten Herstellers mit seiner Länge zum Schützen passt, ergibt sich aus der Bogengeometrie und dem Auszugsverhalten des Bogens beim Auszug des Schützen.

Als Grundregel kann man aber festhalten: Bei einem kurzen Auszug braucht man einen kürzeren Bogen, bei einem langen Auszug einen längeren Bogen.

Bogenschießen für AnfängerBogenschießen für Anfänger

Vor- und Nachteile von kurzen/langen Bögen auf einen Blick

Damit du direkt die bereits oben angedeuteten Unterschiede bzw. Vor- und Nachteile eines kurzen oder langen Bogens sehen kannst, hier eine kurze Zusammenfassung:

Vorteile von langen Bögen

  • spätes oder gar kein Stacking
  • auch für längere Auszugslängen geeignet
  • fehlerverzeihender und damit mehr Trefferpräzision

Nachteile von langen Bögen

  • langsamere Pfeilgeschwindigkeit, als ein kurzer Bogen mit identischem Zuggewicht

Vorteile von kürzeren Bögen

  • schnellere Pfeilgeschwindigkeit, als ein langer Bogen mit identischem Zuggewicht

Nachteile von kurzen Bögen

  • nur für kurze bis mittlere Auszugslängen geeignet
  • empfindlicher für Fehler und damit Präzisionseinbußen 
  • früheres Stacking

Wie finde ich heraus, ob ein bestimmter Bogen und dessen Bogenlänge zu mir passt?

Ob ein Bogen mit seiner Bogenlänge zu dir passt, kannst du, ohne ihn tatsächlich in den Händen zu halten, nur sehr schwer beurteilen!

Jedoch gibt es die Möglichkeit mittels eines Blickes auf das vom Hersteller veröffentlichte Auszugsdiagramm einen ersten Eindruck vom Auszugsverhalten des Bogens und damit von dessen Komfortbereich zu bekommen. So kann man relativ einfach sehen, ob der gewünschte Bogen beim eigenen Auszug schon im „Stacking-Bereich“ arbeitet, was ein Ausschlusskriterium wäre.

Manche Hersteller geben auch explizit maximale Auszugslängen bzw. Auszugslängenempfehlungen für ihre Bögen an. Das kann natürlich ebenfalls helfen.

Beim Probeschießen eines Bogens kannst du zunächst prüfen, ob der Sehnenwinkel an den Fingern angenehm für dich ist.

Insbesondere der Ringfinger wird bei einem zu spitzen Sehnenwinkel meist sehr stark seitlich belastet, was man in der Regel auch sofort merkt. Wenn der Sehnenwinkel zu klein ist, dann ist der Bogen zu kurz. Neben dem Sehnenwinkel an der Zughand kannst du auch den Winkel zwischen Sehne und Wurfarm beim Vollauszug betrachten bzw. betrachten lassen. Je näher der Winkel hier an die 90° herankommt, desto besser.

Auf keinen Fall sollten die Spitzen der Tips noch nach vorne zeigen. Wenn der Winkel hier sehr Spitz ist, oder die Tips noch nach vorne oder gerade so senkrecht nach oben zeigen, dann ist der Bogen zu zu lang.

Wenn der Winkel zwischen Wurfarm und Sehne größer als 90° ist, dann ist der Bogen definitiv zu kurz.

Wichtige Tipps

Ein Schnupperkurs ist für den Anfang eine absolute Empfehlung.

Viele Bogensportvereine bieten diese in der Regel kostenlos an.

Idealerweise gibt es dort einen fachkundigen Trainer, der dich in allen Belangen beraten kann.

Auf langfristige Sicht gesehen lohnt sich ein guter Bogensport-Trainer, der von Beginn an konsequent auf eine gute Schusstechnik achtet und wertvolle Tipps & Tricks verrät in jedem Fall!

Achte auf einen sanften Start, speziell beim Zuggewicht.

Hier lautet die Devise, weniger ist mehr.

Ein geringeres Zuggewicht steigert das Verbesserungspotenzial der Technik um ein Vielfaches.

Bevor du dich voller Tatendrang in einen Parcours begibst, sollten die ersten Pfeile auf eine nackte Zielscheibe erfolgen.

Das hilft dir, gleich von Beginn an eine optimale Schusstechnik zu fokussieren.

Ist ein korrekter Bewegungsablauf einmal automatisiert, kannst du an deiner Treffsicherheit arbeiten!

Danach macht das Schießen auf 3D-Tiere im Wald und auf Wiesen umso mehr Spaß.

# Praxis

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